Klarstellung bei der Ist-Versteuerung

Das Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung sieht zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen vor, die Umsatzgrenze bei der Umsatzbesteuerung nach vereinnahmten Entgelten (Ist-Versteuerung) in den alten Bundesländern von 125.000 auf 250.000 Euro anzuheben. Die Maßnahme wird ergänzt durch eine Verlängerung der derzeitigen Regelung zur Ist-Versteuerung für die neuen Bundesländer (hier gelten 500.000 Euro) über das Jahr 2006 hinaus bis Ende 2009.

 

Anders als bei der Regelversteuerung nach vereinbarten Entgelten muss die Steuer bei Anwendung des Ist-Prinzips erst dann an das Finanzamt abgeführt werden, wenn der Kunde tatsächlich bezahlt hat. Die Vorsteuer kann sich der Unternehmer auch in Zukunft bei Leistungsbezug und Vorliegen einer Rechnung unabhängig von der Bezahlung sofort vom Finanzamt erstatten lassen.

 

Werden Lieferungen oder sonstige Leistungen vor dem 1.1.2007 ausgeführt, das Entgelt jedoch nach dem 1.1.2007 vereinnahmt, schuldet der Unternehmer die Umsatzsteuer darauf zum alten Steuersatz in Höhe von 16 %.

 

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