Die Auswirkungen der Umsatzsteuererhöhung

Beim Unternehmer als Leistungsempfänger wirkt sich die Umsatzsteuererhöhung nicht kostenerhöhend aus, soweit er zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Bei Endverbrauchern oder nicht bzw. nicht voll zum Vorsteuerabzug berechtigten Unternehmen hingegen führt die Umsatzsteuererhöhung zu einer echten finanziellen Belastung.  

 

Bei Preisvereinbarungen vor dem 1.1.2007, die für nach dem 1.1.2007 auszuführenden Leistungen bereits den erhöhten Steuersatz von 19 % zu Grunde legen, bereitet die Steuerüberwälzung auf den Leistungsempfänger keine Schwierigkeiten. Das Gleiche gilt, wenn der Vertrag eine Steuerklausel enthält, die als Gegenleistung für die auszuführenden Umsätze den Nettobetrag "zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer" vorsieht.

 

Gesetzlich vorgeschriebene Entgelte (Vergütungen, Gebühren, Honorare etc.) schließen die Umsatzsteuer nicht ein. Die Unternehmer (Steuerberater, Rechtsanwälte, Architekten, Ingenieure) sind in diesen Fällen berechtigt, diese zusätzlich zu berechnen. Sie können für die nach dem 1.1.2007 ausgeführten Leistungen die erhöhte Mehrwertsteuer in Rechnung stellen.

 

 

Hinweis: § 29 Umsatzsteuergesetz bestimmt, dass bei Leistungen, die auf einem Vertrag beruhen, der nicht später als vier Monate vor dem In-Kraft-Treten des Umsatzsteuer-Änderungsgesetzes abgeschlossen worden ist, der leistende Unternehmer vom Empfänger der Leistung einen angemessenen Ausgleich der umsatzsteuerlichen Mehrbelastung verlangen kann. Voraussetzung ist aber, dass die Vertragsparteien nichts anderes vereinbart haben.

 

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