5. Die Gläubiger-Identifikationsnummer

Das neue SEPA-Lastschriftverfahren sieht im SEPA-Lastschriftmandat ein verpflichtendes Merkmal zur kontounabhängigen und eindeutigen Kennzeichnung des Lastschriftgläubigers (Gläubiger-Identifi kationsnummer) vor.

Gemeinsam mit der vom Lastschriftgläubiger vergebenen Mandatsreferenznummer wird die Gläubiger-Identifikationsnummer von der Kreditwirtschaft über die gesamte Zahlungsprozesskette hinweg bis zum Zahlungspflichtigen im SEPA-Datensatz weitergeleitet. Die Mandatsreferenznummer ermöglicht in Verbindung mit der Gläubiger-Identifikationsnummer eine eindeutige Identifizierbarkeit eines Mandats, so dass der Schuldner bei Vorlage einer SEPA-Lastschrift eine Prüfung des wirksamen Bestehens des Mandats vornehmen bzw. die Zahlstelle ihm gegebenenfalls eine solche Leistung optional anbieten kann.

Für Deutschland übernimmt die Deutsche Bundesbank die Ausgabe der Gläubiger-Identifi kationsnummer in Abstimmung mit der Deutschen Kreditwirtschaft.

Die Vergabe der Gläubiger-Identifikationsnummer erfolgt unabhängig von den rechtlichen Eigenschaften und der wirtschaftlichen Situation des Antragstellers und enthält keine diesbezüglichen Aussagen oder Bewertungen der Deutschen Bundesbank.

Mit der Zuteilung einer Gläubiger-Identifikationsnummer ist keine Zulassung zum Einzug von Lastschriften im SEPA-Lastschriftverfahren verbunden. Diese kann nur durch das kontoführende Kreditinstitut des Antragstellers erfolgen.

Anträge auf Erteilung einer Gläubiger-Identifikationsnummer können ausschließlich elektronisch gestellt werden. Das Verfahren ist aus Sicherheitsgründen 2-stufig (Antragstellung und Auftragsbestätigung) aufgebaut. Bitte beachten Sie, dass die Anträge nicht in Echtzeit verarbeitet werden, d. h. die Zusendung der E-Mails erfolgt in Abhängigkeit der Verarbeitungsrhythmen ggf. erst nach mehreren Stunden – bzw. in Abhängigkeit des Zeitpunkts der Antragstellung und der Auftragsbestätigung – am nächsten Geschäftstag.

 

Einen Antrag können Sie stellen, wenn Sie Ihren Hauptwohn bzw. Hauptgeschäftssitz in Deutschland haben.

 

Die Antragstellung ist weitestgehend selbsterklärend und erfolgt in Abhängigkeit von der Rechtsform.

 

Maßgeblich für die Beantragung einer Gläubiger-Identifikationsnummer ist die „Verfahrensbeschreibung Gläubiger-Identifikationsnummer". Sie ist – ebenso wie der Hinweis zum Datenschutz – im Rahmen der Antragstellung ausdrücklich anzuerkennen. Den Link zum „Formular zur Beantragung Ihrer Gläubiger-Identifikationsnummer" finden Sie auf bei Punkt Nr. 6.

 

Die Antragstellung erfolgt in Abhängigkeit von der Rechtsform.

 

Folgende weitere Daten werden benötigt:

 

• Name/Firma und Anschrift (auf Zusätze wie z. B. c/o ist zu verzichten)

 

• Registernummer (in Abhängigkeit von der Rechtsform: Handelsregister, Partnerschaftsregister, Genossenschaftsregister, Vereinsregister) sowie Ort des Registergerichts bzw. bei natürlichen Personen Ausweisnummer sowie ausstellende Behörde und Ort.

 

• Angaben zu einer Ansprechperson: Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

 

Das Mitteilungsschreiben, das Sie per E-Mail erhalten, ist aus Sicherheitsgründen mit einer digitalen Signatur versehen. Sollten Sie Zweifel an der Herkunft des Dokumentes haben, können Sie die digitale Signatur auf Echtheit prüfen (siehe Downloads „Anleitung zur Prüfung der digitalen Signatur").

 

Das Mitteilungsschreiben ist sorgfältig zu verwahren, da es im Rahmen der Zulassung zum SEPA-Lastschriftverfahren dem kontoführenden Zahlungsdienstleister (z. B. Ihrer Hausbank) vorzulegen ist. Im Verlustfall kann eine Zweitausfertigung des Mitteilungsschreibens zur Verfügung gestellt werden; diese ist ausschließlich schriftlich auf dem Postweg anzufordern.

 

Eine Löschung einer bereits vergebenen Gläubiger-Identifikationsnummer ist ebenfalls schriftlich anzufordern.