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Verpflegungskosten

Verpflegungskosten können Sie nur noch in Höhe der Pauschalen geltend machen, der Ansatz von tatsächlichen Kosten ist nicht mehr möglich. Die Höhe der Pauschalbeträge richtet sich nach der Reisedauer und beträgt bei Inlandsreisen bei einer Abwesenheit:

· bis zu 8 Stunden 0 €

· von 8 Stunden bis zu 14 Stunden 6 €

· von 14 Stunden bis zu 24 Stunden 12 €

· mindestens 24 Stunden (0 bis 24.00 Uhr) 24 €

Für Auslandsreisen gilt der Grundsatz: Jedes Land und auch bestimmte Städte
- meist die Metropolen - haben eigene Pauschalen. Die Berechnung der Stunden müssen Sie bei mehrtägigen Reisen für den An- und Abreisetag separat durchführen. Mehrere Reisen am selben Tag sind zu addieren. Maßgebend für die Dauer ist die Abwesenheit vom Betrieb. Unternehmer können für eigene Reisen nur Verpflegungspauschalen ansetzen. Rechnen Sie höhere Beträge ab, ist die Differenz eine nichtabziehbare Betriebsausgabe.

Hinweis:

Bei Nachtreisen gibt es eine günstige Sonderregel: Beginnt die Reise nach 16 Uhr und endet am nächsten Tag vor 8 Uhr, dürfen die Stunden zusammengerechnet werden. Das ist lukrativ, weil Sie sonst für beide Tage mangels Überschreitung der acht Stunden überhaupt keine Pauschale erhalten würden.

Arbeitgeber dürfen bei Dienstreisen nur Pauschalen steuerfrei erstatten, nicht jedoch den Rechnungsbetrag z.B. für Bewirtung. Zahlt der Arbeitgeber feste Beträge, sind die Zahlungen lohnsteuerpflichtig. Andererseits kann der Arbeitnehmer seine Kosten wieder in voller Höhe beim Finanzamt geltend machen. Sind Sie als Arbeitsgeber großzügig und zahlen mehr als die Pauschalen, können die Beträge pauschal mit 25 % versteuert werden. Vorteil: Arbeitnehmer erhalten zusätzlichen Lohn, der sich nicht auf ihre Steuerprogression auswirkt. Bei häufigen Reisen ist ein solcher Zuschuss vorteilhafter als eine Gehaltserhöhung.

Die Verpflegungspauschale wird nicht gekürzt, wenn Sie auf der Reise kostenlos speisen: z.B. die Verpflegung im Flugzeug. Kostenpflichtige Mahlzeiten werden jedoch als geldwerter Vorteil in Höhe des Sachbezugswertes beim Arbeitslohn erfasst, wenn das Essen auf Weisung des Arbeitgebers erfolgt.

Nehmen Arbeitnehmer auf der Reise an einer Bewirtung aus beruflichem Anlass teil, werden die Speisen und Getränke nicht lohnversteuert. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie diese als Arbeitgeber oder gar Ihr Geschäftspartner bezahlt.

 

 


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