Verpflegungsmehraufwendungen

Verpflegungskosten können Sie nur noch in Höhe der Pauschalen geltend machen, der Ansatz von tatsächlichen Kosten ist nicht mehr möglich. Die Höhe der Pauschalbeträge richtet sich nach der Reisedauer und beträgt bei Inlandsreisen bei einer Abwesenheit:

 

- bis zu 8 Stunden 0 €

- von 8 Stunden bis zu 14 Stunden 6 €

- von 14 Stunden bis zu 24 Stunden 12 €

- mindestens 24 Stunden (0 bis 24.00 Uhr) 24 €

 

Beispiel 1

Der Arbeitnehmer A ist an zehn Tagen von 8 Uhr bis 18 Uhr auswärts beruflich tätig.

 

Lösung

Da A mehr als 8 Stunden aber weniger als 14 Stunden auswärtig tätig ist, kann er hier Werbungskosten wie folgt ansetzen:

10 Tage x 6 € = 60 €.

 

 

Beispiel 2

Der Arbeitnehmer A fährt am 01.02. um 6 Uhr zu einer auswärtigen Tätigkeitsstätte und kehrt von dieser am 05.02. um 18 Uhr zurück.

 

Lösung

A kann hier Werbungskosten wie folgt ansetzen:

2 Tage x 12 € = 24 €

4 Tage x 24 € = 96 €

Insgesamt sind bei A für die auswärtige Tätigkeit 120 € als Werbungskosten zu berücksichtigen.

 

Für Auslandsreisen gilt der Grundsatz: Jedes Land und auch bestimmte Städte - meist die Metropolen - haben eigene Pauschalen.

 

Sollten Sie an einem Kalendertag Auswärtstätigkeiten im Inland und Ausland durchführen, so ist für diesen Tag das entsprechende Auslandstagegeld maßgebend. Dies gilt selbst für den Fall, wenn die überwiegende Zeit im Inland verbracht wird.

 

Hinweis
 

Nachtreisen gibt es eine günstige Sonderregel: Beginnt die Reise nach 16 Uhr und endet am nächsten Tag vor 8 Uhr, dürfen die Stunden zusammengerechnet werden. Das ist lukrativ, weil Sie sonst für beide Tage mangels Überschreitung der acht Stunden überhaupt keine Pauschale erhalten würden.

 

Zu beachten ist eine Dreimonatsfrist (wie auch schon bis 2007). Hiernach beschränkt sich bei derselben Auswärtstätigkeit der Abzug der Verpflegungsmehraufwendungen auf die ersten drei Monate.

 

Sind Sie also länger als drei Monate an derselben Auswärtstätigkeit, so können Sie nach Ablauf der Dreimonatsfrist keine Verpflegungsmehraufwendungen mehr geltend machen. Eine urlaubs- oder krankheitsbedingte Unterbrechung bei derselben Auswärtstätigkeit hat auf den Ablauf der Dreimonatsfrist keinen Einfluss.

 

 


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