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Fahrtkosten

3.1. Allgemeines
 

Unter Fahrtkosten versteht man die tatsächlichen Aufwendungen, die dem Arbeitnehmer durch die persönliche Benutzung eines Beförderungsmittels entstehen.

3.2. Nutzung von öffentlichen Beförderungsmitteln
 

Benutzen Sie ein öffentliches Beförderungsmittel (z.B. die Bahn oder das Taxi), dann wird der entrichtete Fahrpreis berücksichtigt. Wurden Zuschläge gezahlt, so sind diese ebenfalls anzusetzen.

 

3.3. Nutzung des privaten Fahrzeugs
 

Hier können Sie zwischen den folgenden Möglichkeiten wählen:

3.3.1. Tatsächliche Kosten
In diesem Fall ist der Teilbetrag der jährlichen Gesamtkosten dieses Fahrzeugs anzusetzen, der dem Anteil der zu berücksichtigenden Fahrten an der Jahresfahrleistung entspricht.

 

Hier müssen somit die

- Gesamtkosten des Fahrzeugs,

- die Jahresfahrleistung, und

- die beruflich gefahrenen Kilometer

ermittelt werden.

 

Folgende Kosten rechnen dabei zu den Gesamtkosten eines Fahrzeugs:

 

- die Betriebsstoffkosten,

- die Wartungs- und Reparaturkosten,

- die Kosten einer Garage am Wohnort,

- die Kraftfahrzeugsteuer,

- die Aufwendungen für die Halterhaftpflicht- und Fahrzeugversicherungen,

- die Absetzungen für Abnutzung,

- die Zinsen für ein Darlehen, welches für die Anschaffung eines Pkw aufgenommen worden ist sowie

- die Aufwendungen infolge von Verkehrsunfällen.

 

Nutzen Sie ein geleastes Kfz, so gehört auch eine Leasingsonderzahlung im Kalenderjahr der Zahlung in voller Höhe zu den Gesamtkosten.

 

Demgegenüber gehören die folgenden Kosten nicht zu den Gesamtkosten:

 

- Park- und Straßenbenutzungsgebühren,

- Aufwendungen für Insassen- und Unfallversicherungen sowie

- Verwarnungs-, Ordnungs- und Bußgelder.

 

Für die Berechnung der Abschreibungen ist eine Nutzungsdauer von 6 Jahren zugrunde zu legen.

 

Beispiel
Der Arbeitnehmer A hat sich am 1.1.01 einen Pkw angeschafft. Der Bruttokaufpreis beträgt 24.000 €.

 

Lösung

Als Nutzungsdauer ist ein Zeitraum von 6 Jahren anzusetzen. Damit ergibt sich eine jährliche Abschreibung von 4.000 €, welche bei den Gesamtkosten zu berücksichtigen ist.

 

3.3.2. pauschale Kilometersätze
 

Entscheiden Sie sich für die pauschalen Kilometersätze, so werden folgende Beträge berücksichtigt:

 

a) bei einem Kraftwagen 0,30 € je gefahrenen Kilometer,

b) bei einem Motorrad oder einem Motorroller 0,13 € je gefahrenen Kilometer

c) bei einem Moped oder Mofa 0,08 € je gefahrenen Kilometer

d) bei einem Fahrrad 0,05 € je gefahrenen Kilometer.

 

Beispiel 1

Arbeitnehmer A ist an fünf Tagen auswärtig (von seiner Wohnung und seiner regelmäßigen Arbeitsstätte) tätig. Die Entfernung zu seiner Auswärtstätigkeit beträgt 20 km. A nutzt seinen privaten Pkw.

 

Lösung

A kann hier an Werbungskosten wie folgt geltend machen:

5 Tage x 0,30 € x 20 km x 2 = 60 €

 

Beispiel 2

Arbeitnehmer A ist an fünf Tagen auswärtig (von seiner Wohnung und seiner regelmäßigen Arbeitsstätte) tätig. Die Entfernung zu seiner Auswärtstätigkeit beträgt 8 km. A nutzt sein privates Fahrrad.

 

Lösung

A kann hier an Werbungskosten wie folgt geltend machen:

5 Tage x 0,05 € x 8 km x 2 = 4 €

 

Hinweis
 

Neben den Kilometersätzen können Sie etwaige außergewöhnliche Kosten ansetzen, wenn diese Ihnen durch Fahrten entstanden sind, für die Sie die Kilometersätze angesetzt haben.

 

Die als Reisekosten erfassten Fahrtkosten können als Werbungskosten abgezogen werden, soweit sie nicht vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet worden sind

 


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