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Inventur

Die Inventur bezeichnet man als die Tätigkeit (körperliche Bestandsaufnahme), mit deren Hilfe das Inventar erstellt wird.

 

Stichtagsinventur

In der Regel wird der Kaufmann eine so genante Stichtagsinventur vornehmen. Diese ist für den jeweiligen Bilanzstichtag durchzuführen, wobei die Inventur aber zeitnah zum Bilanzstichtag vorzunehmen ist. Als zeitnah wird eine Frist von 10 Tagen (vor oder nach dem Bilanzstichtag) angesehen.

 

Permanente Inventur 

Möglich ist aber auch eine permanente Inventur. Hierbei kann der Bestand für den Bilanzstichtag nach Art und Menge anhand von Lagerbüchern festgestellt werden.

Soll davon Gebrauch gemacht werden, ist aber Folgendes zu beachten:

·       In den Lagerbüchern und Lagerkarteien müssen alle Bestände und alle Zugänge und Abgänge einzeln nach Tag, Art und Menge (Stückzahl, Gewicht oder Kubikinhalt) eingetragen werden. Darüber hinaus müssen alle Eintragungen auch belegmäßig nachgewiesen werden.

·       In jedem Wirtschaftsjahr muss mindestens einmal durch eine körperliche Bestandsaufnahme geprüft werden, ob das Vorratsvermögen, das in den Lagerbüchern oder Lagerkarteien ausgewiesen wird, auch mit den tatsächlich vorhandenen Beständen übereinstimmt.

·       Die Prüfung braucht nicht gleichzeitig für alle Bestände vorgenommen zu werden. Sie darf sich aber nicht nur auf Stichproben oder die Verprobung eines repräsentativen Querschnitts beschränken. Die Lagerbücher und Lagerkarteien sind nach dem Ergebnis der Prüfung zu berichtigen. Der Tag der körperlichen Bestandsaufnahme ist in den Lagerbüchern oder Lagerkarteien zu vermerken.

·       Über die Durchführung und das Ergebnis der körperlichen Bestandsaufnahme sind Aufzeichnungen anzufertigen. Die Aufzeichnungen sind unter Angabe des Zeitpunkts der Aufnahme von den aufnehmenden Personen zu unterzeichnen. Hinzuweisen sei hier auch auf die Aufbewahrungspflicht der Aufzeichnungen, welche zehn Jahre beträgt.

 

Zeitverschobene Inventur

Bei der zeitverschobenen Inventur kann die jährliche körperliche Bestandsaufnahme ganz oder auch teilweise entweder

·       innerhalb der letzten drei Monate vor dem Bilanzstichtag oder

·       innerhalb der ersten zwei Monate nach dem Bilanzstichtag

durchgeführt werden.

 

Dabei muss aber folgendes beachtet werden.

Der festgestellte Bestand ist nach Art und Menge in einem besonderen Inventar zu verzeichnen. Der in dem besonderen Inventar erfasste Bestand ist auf den Tag der Bestandsaufnahme (Inventurstichtag) nach allgemeinen Grundsätzen zu bewerten. Der sich danach ergebende Gesamtwert des Bestands ist dann wertmäßig auf den Bilanzstichtag fortzuschreiben oder zurückzurechnen. Der Bestand braucht in diesem Fall auf den Bilanzstichtag nicht nach Art und Menge festgestellt zu werden; es genügt die Feststellung des Gesamtwerts des Bestands auf den Bilanzstichtag.

Die Bestandsveränderungen zwischen dem Inventurstichtag und dem Bilanzstichtag brauchen ebenfalls nicht nach Art und Menge aufgezeichnet zu werden. Sie müssen nur wertmäßig erfasst werden. Das Verfahren zur wertmäßigen Fortschreibung oder Rückrechnung des Gesamtwerts des Bestands am Inventurstichtag auf den Bilanzstichtag muss den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen.

 

 

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