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Verantwortlichkeit des GmbH-Geschäftsführers

GmbH-Geschäftsführer unterliegen als treuhänderische Verwalter von fremdem Vermögen einer besonderen Verschwiegenheits- und Treuepflicht. So ist ihnen generell verboten, mit der Gesellschaft in Wettbewerb zu treten, und zwar gleichgültig, ob in eigenem oder fremdem Namen, für eigene oder fremde Rechnung.

 

Eine schriftliche Befreiung vom Wettbewerbsverbot ist möglich. Sind Sie beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer, muss die Befreiung in der Satzung selbst erteilt werden. Bei einer abstrakten Befreiungsmöglichkeit genügt ein Gesellschafterbeschluss. Bei Fremd- und Minderheiten-Gesellschafter-Ge­schäftsführern reicht ein entsprechender Gesellschafterbeschluss. Ein Mitgeschäftsführer kann keine Befreiung vom Wettbewerbsverbot erteilen.

 

Hinweis
Grundsätzlich ist ein Verzicht aufgrund des Wettbewerbsverbots mit einem finanziellen Ausgleich zu verbinden, weil Sie aufgrund der Treuepflicht Ihre volle Arbeitskraft nur für die GmbH leisten müssen. Wenn Sie bereits vor der Bestellung zum Geschäftsführer direkt oder indirekt im Geschäftsbereich der Gesellschaft konkurrierend tätig gewesen oder wenn Ihre Aktivitäten außerhalb der Gesellschaft für diese von wirtschaftlichem Vorteil sind, können Sie eine Kürzung Ihres Geschäftsführergehalts vermeiden. Klären Sie diese Frage bereits vor Bestellung mit Ihrem Steuerberater.

 

Sind Sie als einer von mehreren Geschäftsführern nur für bestimmte Bereiche zuständig, müssen Sie eigenständig überwachen, ob eine Insolvenzantragspflicht besteht und dass die Pflichten gegenüber Fiskus und Sozialversicherungsträgern eingehalten werden; vgl. auch Punkt 6.

 


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