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Kontrollmitteilungen

Seit Juli 2005 tauschen die EU-Staaten Kontrollmitteilungen über Kapitalerträge aus. Das bedeutet, dass sie von der Richtlinie betroffene Kapitalerträge von EU-Bürgern mit abweichendem Wohnsitz über die Grenze melden. Die Zinsen deutscher Sparer, z.B. aus den Niederlanden, Italien oder Dänemark, werden dann jährlich der heimischen Finanzbehörde gemeldet. Selbst wenn nur ein Euro Zins fließt, wird die Kontoverbindung transparent. Nachfragen über detaillier­te Auflistungen von Auslandserträgen in den vergangenen Jahren sowie nach der Herkunft der Gelder sind vorprogrammiert.

Und so funktioniert das Meldeverfahren: Kreditinstitute melden der zuständigen Behörde im eigenen Land Bankdaten, Kontonummer sowie die Höhe der Zinserträge ihrer ausländischen EU-Kunden. Diese Behörde übermittelt die gesammelten Daten einmal jährlich an das im Wohnsitzland des Anlegers zuständige Amt. Das ist in Deutschland das Bundesamt für Finanzen (BfF), das auch die Meldungen über die Grenze versendet. Von dort aus gelangen die Informationen an die entsprechenden Finanzbehörden.

 

Beispiel
Ein Bayer unterhält in Südtirol ein Anleihedepot. Die italienische Bank leitet die Höhe seiner Zinserträge nebst Kontonummer an die zuständige Landesbehörde weiter. Seine Daten werden einmal jährlich mit den übrigen gesammelten Angaben über die Erträge deutscher Anleger an das BfF übermittelt. Dieses sortiert das Material und stellt es den Finanzämtern zur Verfügung.

 

 

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