Die digitale Außenprüfung –erhöhte Anforderungen an Unternehmer

Arten des Datenzugriffs auf das Datenverarbeitungssystem;
Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen


  • Der unmittelbare Datenzugriff: Der Prüfer erhält in Form des "Nur-Lesezugriffs" Einsicht in die steuerlich relevanten, gespeicherten Daten und kann alle vorhandenen Auswertungsmöglichkeiten nutzen. Hard- oder Software der Finanzverwaltung kommen hierbei nicht zum Einsatz.

    Mitwirkungspflichten: Der Steuerpflichtige weist den Prüfer in das EDV-System ein, erteilt ihm eine Zugangsberechtigung und stellt ihm die erforderlichen Hilfsmittel zur Verfügung. Das EDV-System muss die Unveränderbarkeit des Datenbestandes gewährleisten.

  • Der mittelbare Datenzugriff: Der Steuerpflichtige wertet die Daten nach den Vorgaben des Prüfers aus, um den Nur-Lesezugriff durchführen zu können.

    Mitwirkungspflichten: Dem Prüfer sind nicht nur das EDV-System, sondern auch Personen, die mit dem EDV-System vertraut sind, zur Verfügung zu stellen.

  • Die Datenträgerüberlassung: Der Prüfer wertet die überlassenen Daten unter Einsatz des Prüfprogramms "IDEA" aus. Eine Online-Übermittlung der Daten ist nicht zulässig.

    Mitwirkungspflichten: Der Steuerpflichtige übergibt dem Prüfer einen maschinell verwertbaren Datenträger (z. B. eine CD) und teilt ihm alle zur Auswertung benötigten Informationen mit. Nach Abschluss der Außenprüfung erhält er den Datenträger zurück oder die Daten werden gelöscht.


Der Prüfer kann nach pflichtgemäßem Ermessen unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit entscheiden, welche Methode er wählt. Er kann auch mehrere Möglichkeiten des Datenzugriffs in Anspruch nehmen.

 

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