Sie befinden sich hier: Informationen / Der Mini-Job / Finanzielle Vorteile

Die Neuregelungen für geringfügig Beschäftigte

Finanzielle Vorteile für den Mini-Jobber

  • Übt ein Arbeitnehmer eine geringfügige Beschäftigung neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung aus, muss er keine Abgaben für die geringfügige Beschäftigung zahlen. Voraussetzung ist jedoch, dass er nur eine geringfügige Beschäftigung bis 400 Euro neben seiner Haupttätigkeit ausübt. Nimmt er weitere geringfügige Beschäftigungen neben der Hauptbeschäftigung auf, sind sie – wie bisher – zusammenzurechnen und der Steuer- und Sozialversicherungspflicht zu unterwerfen.

  • Erzielt der Arbeitnehmer einen Arbeitslohn zwischen 400,01 und 800 Euro, muss er ab dem 1.4.2003 nicht mehr den vollen Arbeitnehmerbeitrag zur Sozialversicherung leisten. Für diesen Niedriglohnbereich wurde vom Gesetzgeber eine so genannte Gleitzone – mit dem Ziel einen abrupten Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge von 22 % auf über 40 % zu vermeiden – eingerichtet. Der Arbeitnehmerbeitrag steigt in dieser Progressionszone linear aufgrund einer bestimmten Berechnungsformel von ca. 4 % bei 400,01 Euro Arbeitslohn auf den vollen Beitrag von ca. 21 % bei 800 Euro. Der Arbeitgeber muss wie bisher den vollen Beitrag zahlen.

  • Mehrere geringfügige Beschäftigungen (sowohl im gewerblichen Bereich als auch im Privathaushalt) werden zwar wie bisher zusammengerechnet, bei Gesamtentgelten oberhalb von 400 und bis 800 Euro gilt jedoch ebenfalls die neu eingeführte Gleitzone bezüglich des Arbeitnehmerbeitrags zur Sozialversicherung.

  • Die Gleitzone gilt aber nicht für eine Nebenbeschäftigung mit einem monatlichen Verdienst zwischen 400,01 bis 800 Euro, die neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ausgeübt wird.


zurück zum Mini-Job