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Die Neuregelungen für geringfügig Beschäftigte

Die Änderungen gegenüber den alten Regelungen im Überblick

 

  1. Die Verdienst-Grenze für eine geringfügige Beschäftigung wird von 325 Euro auf 400 Euro angehoben. Die Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 15 Stunden entfällt.

  2. Der Arbeitgeber zahlt Pauschalbeiträge zur Sozialversicherung in Höhe von 23 %. Davon entfallen 15 % auf die Rentenversicherung und 13 % auf die Krankenversicherung. Bisher waren im Regelfall 23 % abzuführen. Der Arbeitnehmer kann wie bisher auf die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung verzichten und den Arbeitgeberanteil von 15 % bis zum vollen Beitrag zur Rentenversicherung (im Jahr 2007 = 19,9 %) aufstocken.

  3. Neu ist die Einführung einer Pauschsteuer von 2 % mit Abgeltungswirkung (einschl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag), die ebenfalls der Arbeitgeber zu zahlen hat. Die Stundenlohngrenze von 12 Euro je Arbeitsstunde wird aufgehoben. Demnach kann auch ein hoch qualifizierter Arbeitnehmer mit einem Stundensatz von z. B. 100 Euro ein „Mini-Jobber“ sein. Die Freistellungsbescheinigungen des Finanzamtes werden hinfällig, was für Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine wesentliche Vereinfachung darstellt. Der Arbeitgeber muss künftig für ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis insgesamt Pauschalabgaben in Höhe von 30 % leisten.

  4. Sowohl die Pauschalbeiträge für die Sozialversicherung als auch die Pauschsteuer hat der Arbeitgeber an eine gemeinsame, neu einzurichtende Einzugsstelle bei der Bundesknappschaft/ Verwaltungsstelle Cottbus abzuführen. Die Einzugsstelle verteilt die den Sozialversicherungsträgern und der Finanzverwaltung zustehenden Teilbeträge.

Für die Arbeitgeber bedeutet dies eine wesentliche Entlastung im Verwaltungsaufwand. Bisher waren die Pauschalbeiträge an die jeweilige Krankenkasse des einzelnen geringfügig Beschäftigten zu überweisen. Oft konnte die zuständige Kasse nicht ermittelt werden. Die Bundesknappschaft ist u. a. auch für das neue Meldeverfahren zuständig. Im Beitragsnachweis muss der Arbeitgeber künftig auch die Steuernummer angeben, wenn der Beitragsnachweis die Pauschsteuer für geringfügige Beschäftigte enthält.

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